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Eine Schlagzeile und die Geschichte dahinter

„Mitglied der Bürgerinitiative baut das Heiligenstädter Rathaus um“
TLZ und TA am 25.04.2015

Eine Schlagzeile, die den Skandal suggeriert und das zum Samstag auf dem Titelblatt – ein Traum für den Zeitungsredakteur. Der Artikel danach beschreibt dann, das es den Skandal nicht gibt. Daher können wir nur jedem anraten, hier nicht bei der Überschrift hängen zu bleiben, sondern bis zum Ende zu lesen.
Der Kern der Geschichte: nach einer Ausschreibung erfolgte die Vergabe nach allen Regeln an eine Firma aus Heuthen die dann wegen Überlastung eine andere Baufirma unterbeauftragt. Dies ist die Baufirma eines unser Mitglieder.
Der ein oder andere wird sich hämisch freuen, das die BI so in die Schlagzeilen kommt – für manch einen einen mag das zur Politik dazu gehören.
Nicht in Ordnung finden wir, das für die Schlagzeile billigend in Kauf genommen wird, dass ehrenamtlich tätige Menschen, und natürlich auch der Bürgermeister, wiedermal in die vermeintliche Gerüchteküche gezerrt werden – natürlich auch die Mitarbeiter der betreffenden Firmen und deren Familienangehörige. Und das grundlos, wie der Text letztlich ja bestätigt.
Wir gehen offen damit um und stehen gerne jedem Rede und Antwort, der hierzu Zweifel und Fragen hat!

Barockgarten_Feuerwerk_Retina

Infos aus dem Kulturausschuss vom 23.2.2015

In der Ausschusssitzung steltle sich der neue Museumsdirektor Dr. Torsten Müller den Ausschussmitgliedern und Gästen vor. Er berichtete von seinem bisherigen Werdegang und dass er die Arbeit als hiesiger Museumsleiter als große Herausforderung und spannende Aufgabe sehe. Herr Dr. Müller wird seine Konzeption für das Museum erarbeiten und der Öffentlichkeit vorstellen.

Das Projekt „Künstler auf Zeit“ in der Herrenmühle hat im vergangenen Jahr mit dem Holzbildhauer Christoph Haupt sehr erfolgreich begonnen. Die während des Riemenschneider Symposiums geschaffenen 7 Kunstwerke werden, wenn es die Witterung zulässt, bis Ende März in einem Skulpturenweg in verschiedenen Bereichen von Heiligenstadt aufgestellt. Die Stelle des „Künstler auf Zeit“ ist für die Nachfolgeperiode ausgeschrieben und wird hoffentlich nahtlos fortgesetzt, aktuell läuft die Bewerberauswahl. Wir freuen uns schon auf den oder die „Neue“ in der Herrnmühle.

Die Bibliothekarin Frau Jana Bauer ist seit geraumer Zeit für den „Kulturfreitag“ im alten Rathaus zuständig. Mit einem Freundeskreis kümmert sie sich sehr engagiert um diesen Teil des kulturellen Lebens in Heiligenstadt. Jeden Freitag finden um 19:30 Uhr Veranstaltungen, wie literarische Lesungen, musikalische Vorträge als auch Kinovorführungen statt. Sie berichtete, dass dieser Kulturfreitag sehr beliebt ist und im Durchschnitt von ca. 50 bis 60 Bürgern pro Abend besucht wird. Der Freundeskreis sucht allerdings weiterhin Verstärkung. Am vergangenen Freitag konnte der 100 „Kulturfreitag“ gefeiert werden.

Im Vergangenen Jahr bildete sich ein Arbeitskreis „Auräus und Justinus“, um diese beiden Stadtheiligen wieder näher in das Bewusstsein der Heiligenstädter Bürger zu rücken. Dieser Arbeitskreis soll zu einem kirchgemeindeübergreifendem gemeinnützigen Verein umgebildet werden. In diesem Verein werden Konzeptionen und Finanzierungskonzepte erarbeitet. Interessenten melden sich bitte bei Diakon Freitag.

Headerbild_Forstausschuss

Vorschau Forstausschuss am 17.2.2015

Am kommenden Dienstag ist ab 17 Uhr wieder Forstausschuss. Neben der Vergabe von Jagdrechten wird ein wichtiger Punkt eine Regelung zum Harvester Einsatz am Iberg sein. Hierzu gab es eine Beschlussvorlage der SPD bereits im Sommer 2014 durch die auf den Einsatz schwerer Technik am Iberghang verzichtet werden soll.

Auch nach der Waldbegehung Ende Januar (TLZ Artikel zur Waldbegehung) sind wir der Meinung, das in den sensiblen Bereichen am Iberg keine schwere Technik zum Einsatz kommen soll. Daher unterstützen wir den Antrag der SPD und hoffen darauf, das zügig die exakten Bereiche festgelegt werden sowie weitere Verbesserung in der Kommunikation von Forstmaßnahmen etabliert werden können.

Da wir zuletzt viel Feedback von Bürgern zum Thema Bewirtschaftung unseres Stadtwaldes bekommen haben, können wir nur zur Teilnahme am öffentlichen Teil des Ausschusses motivieren, 17 Uhr im Stadthaus.

Unser sachkundiger Bürger und Forstarbeiter Peter Haselhof hat außerdem die Idee eines Urwaldpfades an der Maienwand eingebracht. Dieser wird auch am Dienstag besprochen.

 

 

Baustelle_ Westzubringer_ Heilbad_Heiligenstadt

Neues aus dem Bauausschuss am 9.2.2015

Viele Themen und hitzige Debatten machten den letzten Bauausschuss wieder aus. Vieles war bereits in der Zeitung zu lesen. Ergänzend ein paar Anmerkungen von uns:

Investoren und Einzelhandel

Ein Thema war es, den über 20 Jahre alten Bebauungsplan für die Sperberwiese anzupassen um dem Eigentümer zu ermöglichen neue Entwicklungsperspektiven als Nahversorgungszentrum mit einem erweiterten Spektrum an Dienstleistungen und Wohnen zu eröffnen. Z.B. sollen zwei Läden in ihrer Größe angepasst werden, der Pavillon der seit Jahren leer steht, soll verschwinden.

Für das Quartier „Stormpassage“ stellte der Architekt Brodmann dem Ausschuss einen konkreten Ausführungsvorschlag vor. Aktuell laufen Gespräche mit Mietinteressenten und Vertragsverhandlungen. Wir hoffen auf einen baldigen Baustart – die Stadt und der Stadtrat hat alles getan, um den ersten Spatenstich zu ermöglichen.

An weiterführenden Spekulationen und Gerüchten hierzu werden wir uns als BI nicht beteiligen, denn sie sind der Sache und dem Interesse der Stadt nicht zuträglich. Wenn ein Stadtrat öffentlich über den Wert von städtischen Gebäuden oder die Vermietsituation eines privaten Eigentümers spekuliert, dann greift dieser in den freien Markt ein und schadet jeder Seite.

Unsere konstruktive Aufgabe als Stadträte ist es, den Standtort Heiligenstadt nach vorne zu bringen, ihn spannend zu machen. Wir haben Bevölkerungswachstum, einen intakten Mietwohnungsmarkt mit Nachfrage, volle Baugebiete, volle Kitas und Schulen. Hier investieren Unternehmer (Sperberwiese, alter Hawege, DM Drogerie und den Industriegebieten). Wenn jemand sein Geld investiert, ist es ein Zeichen dafür, das er an die Zukunft eines Ortes glaubt. Und das tun wir auch!

Rathausumzug und Museum

Der Bürgermeister stellte außerdem das von der Verwaltung erstellte Konzept des Bürgerbüro‘s im Rathaus in der Wilhelmstraße vor. Der Umbau des Rathauses ist ein weiterer großer Schritt in Richtung bürgerfreundliche, barrierefreie und dienstleistungsorientierte Verwaltung der durchaus kontrovers in den letzten Wochen und Monaten diskutiert wurde. Wir unterstützen diesen Plan weiterhin und wir sind uns sicher, das auch das Museum mit einem neuen Konzept aufgewertet wird und niemand Angst haben muss übergangen zu werden. Manchmal würden wir uns in dieser Diskussion weniger Emotionen und Ausspielen von Interessen wünschen und dafür mehr Pragmatismus.

TA Interview mit Bürgermeister Spielmann vom 13.2.2015

FDP Stadtrat Bollwahn warf uns dann noch vor, das wir auf dieser Seite Umbaupläne für das Museum veröffentlicht hätten. Was wir hier lediglich schon vor langem gezeigt haben, sind die drei Varianten für ein Bürgerbüro die im Sommer 2013 bereits im Bauausschuss vorgestellt und diskutiert wurden sowie Informationen darüber, wie eine Verwaltung in der Innenstadt aufgeteilt werden könnte und welche Kosten verschiedene Varianten hätten. Diese Information sind schon seit langem den Fraktionen bekannt und dazu öffentlich zugänglich. Hier ein Link zur letzten Unterlage aus dem November 2014!

Radweg nach Kalteneber  

Die Überlegungen für einen Radweg nach Kalteneber und eine Einbindung in das Thüringische Radwegenetz sind viele Jahre alt. Nun wurde im Bauausschuss über mögliche Varianten für den geplanten Radweg auf dem alten Bahndamm nach Kalteneber informiert und bezüglich der Bauweise kontrovers diskutiert. Eine asphaltierte Variante als echter Radweg würde knapp 1 Millionen Euro kosten, aber zu 75% vom Land gefördert. Ein Ausbau als Wald- und Wanderweg schlägt immerhin mit 300.000€ zu buche, besonders Kostenintensiv ist nach der vorgelegten Informationen die Absicherung der maroden Bauwerke an der Strecke (Brücken etc). Die Fraktionen wurden aufgefordert, nun intern zu diskutieren und Stellung zu beziehen, welche Variante bevorzugt wird. Die Diskussion mit unseren Mitgliedern und den Bürgern hat begonnen, auch in den Sozialen Netzwerken.

TLZ Artikel zum Radweg nach Kalteneber

Foto: Silvana Tismer, TLZ

Wieder ein „Baustein“ für Haiti – dem Glühwein sei Dank!

Einige Tage liegt der Heiligenstädter Weihnachtsmarkt zurück. Auch in diesem Jahr haben wir als BI ein Zelt zusammen mit Villa Lampe und der Bergschule unterstützt und euch mit reichlich Glühwein, Kaffee und frischen Waffeln versorgt.

Der Erlös von 1200€ geht in diesem Jahr an eine Schule in Haiti, wo die Salesianer Don Bosco für die Ausbildung junger Menschen sorgen.

Lest hier mehr darüber: „Eichsfelder spendeten 70.000 Euro in fünf Jahren für Haiti-Projekt“- TLZ Eichsfeld

Danke an Daniel Müller und Jens Kohl von der BI die wieder die Organisation übernommen haben und für den Glühweinnachschub sorgten!

 

Foto: Silvana Tismer, TLZ

 

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Grundsatzbeschluss zum Rathausumbau!

Viele fragen sich, was wurde am vergangenen Mittwoch eigentlich entschieden und warum war es nötig geworden?

Das Thema Rathausumbau, Bürgerservicebüro und eine Reduzierung der Kosten für den Unterhalt städtischer Immobilien begleitet uns seit der Bürgermeisterwahl im Frühjahr 2012. Seither ist das Thema leider nicht recht vorwärts gekommen.

Nachdem vom Stadtrat beauftragt ein Nutzungskonzept für das gesamte Rathaus sowie verschiedene Kostenvarianten von der Verwaltung vorgelegt und anschließend kontrovers diskutiert wurden, gab es im wesentlichen zwei Meinungen unter den Stadträten. Die einen haben gesagt: „ja, die Nutzung des Rathauses und der Umzug sind eine gute Idee. Wir wissen genug um sagen zu können: bitte weiter daran arbeiten.“

Und die anderen haben gesagt, das es entweder generell keine gute Idee ist das Rathaus wieder als Rathaus zu nutzen oder sie zu wenig Informationen haben um zu entscheiden, ob es eine gute Idee ist oder es nicht auch noch andere Lösungen gibt.

Auch mehr Zahlen und mehr Informationen aus der Verwaltung änderte an den Standpunkten wenig, jeder hat seine Argumente mehr oder weniger vehement verteidigt und jeder sah sich in seiner Haltung gestärkt.

In unseren Augen ist dies vollkommen in Ordnung. Nur dann braucht es eben eine Abstimmung um zu sehen, wie es mit dem Thema weiter gehen soll.

Und am Mittwoch hat eine Mehrheit, eine knappe, sich für die Nutzung des Rathauses und den mittelfristigen Umzug der Verwaltung ausgesprochen.

Und allen, die „ja, aber“ rufen sei gesagt: es wird auch noch ausreichend Entscheidungen für den Stadtrat und die Ausschüsse geben, die dann im Detail festlegen, was wie und mit welchem Geld wann gemacht wird.

Wir halten es für richtig, nun im ersten Schritt den bereits im  Sommer 2013 beschlossenen barrierefreien Zugang, den Fahrstuhl und ein Bürgerservicebüro im Rathaus einzurichten. In den Folgejahren soll dann das Rathaus auf allen Etagen vollwertig genutzte werden, so wie es der Fördermittelgeber verlangt und wie es auch aus unserer Sicht Sinn macht.

Es ist geplant, 39 Arbeitsplätze im Rathaus unter zubringen, darunter Bürgermeister, Hauptamt, Ordnungsamt und Touristinfo – die Bereiche mit dem meisten Publikumsverkehr. Ins „Alte Rathaus“ zieht bereits jetzt das Standesamt ein, wo auch der Trausaal ist. Im Museum ist ausreichend Leerstand für die verbleibenden Arbeitsplätze. Damit bekommen wir eine moderne Verwaltung in unseren historischen Gebäuden. Und das wird auch zur Belebung unserer Innenstadt beitragen.

Immer wieder wird das Thema Parkplätze hinterfragt: es wird direkt am Rathaus behindertengerechte Parkplätze geben sowie 12 exklusive Gästeparkplätze in der Vogelsgasse – mehr als am Stadthaus für Besucher heute reserviert sind. Auch am Alten Rathaus gibt es Parkplätze für Besucher der Verwaltung. Der Parkplatz am Stadthaus ist beliebt bei vielen die in der Stadt arbeiten, daran wird sich auch nach einem Umzug der Verwaltung nichts ändern. Darüber hinaus plant die Stadt ein Parkdeck auf dem Platz hinter dem Haus Stadtmitte.

Warum halten wir diese Entscheidung für perspektivisch richtig:

Weil wir ein historisches Museumsgebäude haben, dessen Hülle wir für 1 Mio € saniert haben, aber zu gut 1/3 leer steht.

Weil wir ein „Altes Rathaus“ haben, das ebenso aufwändig saniert wurde, aber keinerlei Nutzungskonzept hatte und erst jetzt von Jugendparlament, Standesamt und diverse Veranstaltungen belebt wird.

Weil wir ein Rathaus haben, dessen Hülle wir für  über 500.000€ saniert haben und das Gebäude mitten auf dem Wilhelm dennoch kaum nutzen.

Und zu guter Letzt haben wir ein Stadthaus, wo aktuell 57 Schreibtischarbeitsplätze stehen. Das Gebäude ist nicht barrierefrei und muss energetisch saniert werden (Fenster, Dämmung, Heizung).

An einer Stelle wird man also so oder so Geld in die Hand nehmen müssen und wir sagen: dann doch lieber in unsere historischen Gebäude investieren zu deren Erhalt wir verpflichtet sind. Und von den vier genannten Gebäuden ist das Stadthaus dazu das einzige, das man überhaupt veräußern könnte.

Daher wollten wir die Abstimmung am Mittwoch und begrüßen das Ergebnis. Wir wollen nun gemeinsam mit der Verwaltung und den anderen Fraktionen weiter an den Details dieses Vorhabens arbeiten.